Grenzmuseum Rhön "Point Alpha" Geisa/Rasdorf
Weiterentwicklung des musealen Konzeptes // Gebäude A
Allgemeine Situation

- Gebäude A nach der Fertigstellung
Zur Weiterentwicklung des musealen Konzeptes des Grenzmuseum Point Alpha für das Gebäude A wurden bereits Entscheide getroffen und ein zeitlicher Rahmen vorgegeben. So soll die im Gebäude befindliche Ausstellung noch vor dem 17. Juni 2005 umgestaltet werden. Die Umgestaltung macht es jedoch notwendig, vorher Eingriffe baulicher Art durchzuführen.
Bauliche Situation
Das Gebäude im Gremzmuseum Point Alpha besteht aus 11 Raumzellen, die vorgefertigt an Ort und Stelle auf einer Stelzenkonstruktion aneinandergereiht und zu einem Gebäude mit den Grundrissabmessungen 30,80 x 11,20 m miteinander verschraubt wurden. Die Vormontage im Werk dürfte, bis auf den Fußbodenbelag und die Dachhaut, komplett gewesen sein.
- Tragende Rahmen und Tragkonstruktionen für Fußboden und Dach bestehend aus Stahl
- Die Wandfelder bestehen aus Sandwichplatten ca. 10 cm dick. Wandaufbau aus einer außenseitigen Faserplatte, einer etwa 6 cm dicken Glasfaserdämmung mit Alu-Aufkaschierung und einer innenseitigen Gipskartonplatte.
Nachteil: keine ausreichende Wärmedämmung - Decke bestehend aus einer Dachtragplatte, einem ca 14 cm dicken Luftraum (ca. zur Hälfte ausgefüllt mit einer lose eingelegten Glasfaserdämmung) und einer unterseitigen oberflächenfertigen Montageplatte.
Nachteil: unzureichende Wärmedämmung in der Fläche // der Tragrahmen liegt nur ca zwei cm oberhalb der Deckenunterkante, ist dadurch unzureichend gedämmt und wirkt als Kondensatfläche // eine Dampfsperre fehlt. - Die Fußbodentragkonstruktion, bestehend aus einer 14-er Doppel-T-Trägerebene, an die Zellenrahmen angeschweißt, mit einer unterseitig eingelegten Wellplatte als zementgebundene Faserplatte. Auf der Faserplatte ist lose aufgelegt eine ca. 6 cm dicke Glasfaserdämmung mit einer PE-Folie. Als Fußbodenunterkonstruktion dient eine ca. 22 mm dicke Verlegeplatte mit einem Teppichbelag als Oberboden.
Nachteil: unzureichende Wärmedämmung in der Fläche, Kältebrücken an den Rahmenelementen und den Stahlträgern.
Mängel

- Hauptgebäude Grenzmuseum
Die Beheizung der Räume und der ständige Besucherverkehr im Grenzmuseum Point Alpha führen dazu, dass der Wasserdampf der Raumluft an den unzureichend gedämmten Außenwand- und Deckenflächen auskondensiert. Es entsteht an den Wand- u. Deckenflächen ein latent feuchtes Milieu. Lokal wirkende Kältebrücken verstärken diese ohnehin schon nachteilige Situation so massiv, dass die kondensierte Luftfeuchte sich als feuchte Innenwandplatten, braune Wassernester und muffigen Raumgeruch zeigt.
Behördliche Auflagen

- Ausstellungsraum
Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes am Point Alpha darf nicht beeinträchtigt werden (Landesamt für Denkmalpflege Hessen). Die erlaubte Außendämmung der Wände in den Feldern würde bewirken, dass die Stahlrahmen und Stahltragkonstruktionen nicht gedämmt und weiterhin als Kältebrücken fungieren.
Maßnahmen zur Abhilfe
- Wände: Es wird vorgeschlagen, die Wände innenseitig mit einer gedämmten Vorsatzschale zu versehen.
- Decken: Es wird vorgeschlagen, die Decke innenseitig aufzurüsten und mit einer abgehängten Decke zu versehen. Damit wird es möglich, eine funktionierende Dampfsperre einzubauen, die Dachfläche besser zu dämmen und die Stahl-Rahmenelemente nicht mehr als Verursacher des Wasserausfalls wirken zu lassen.
- Fußboden Der im Abschnitt - bauliche Situation - (vierter Anstrich) aufgezeigten Fußbodenaufbau kann als solide eingeschätzt werden. Einziger Makel ist die unzureichende Wärmedämmung und die nur bedingt als Feuchtesperre wirkende eingelegte PE-Folie. Überlegungen, eine zusätzliche Wärmedämmung auf der Unterseite des Fußbodens anzubringen ist, wegen der geringen Bodenfreiheit, als nicht machbar zu bezeichnen. Verbleibt der Vorschlag, den Oberbelag zu entfernen, die vorhandene Fußboden-Trägerplatte mit einem zusätzlichen Trockenboden und einer Dämmschicht aus Styropor zu versehen und die Fläche mit einem robusten Fußbodenbelag auszulegen.

- Wachtürme
Zur besseren Querbelüftung des Luftraumes unter dem Gebäude sind an den Längsseiten je 5 m, in Einzellängen von einem Meter, die vorh. Faserplatten gegen Lochplatten auszutauschen.
Weiter Information zum Grenzmuseum Rhön "Point Alpha" finden Sie auf der Internetseite www.point-alpha.com
