Katholische Kirche „Mariae Geburt“ in Buttlar
Innere Instandsetzung der Kath. Kirche „Mariae Geburt“ in 36419 Buttlar
Das Projekt

- Ansicht Kirche Buttlar
Der Neubau der heutigen Kirche erfolgte 1872 bis 1876 im neuromanischen Stil. Da in der damaligen Zeit die Pfarrer von Buttlar neben Wenigentaft auch Bermbach und Vacha zu versorgen hatten, geriet der Kirchbau eine Nummer zu groß.
1903 wurde deshalb im Chorbereich beiderseitig Sakristeien abgemauert und die Apsiswand in den Chorraum hineingerückt.
De Bau konnte vollendet werden, aber es fehlte die gesamte Einrichtung. Auf Initiative des damalige Pfarrer Faber wurde der barocke Hochaltar aus der Stiftskirche zu Amöneburg und dazu die beiden Beichtstühle erworben. Die Seitenaltäre, St. Marien und St. Josef stammen aus der Nonnenkirche zu Fulda, dazu die barocke Kanzel.
Blickfang ist der barocke Hochaltar. Das zentrale Bild, im Halbrelief geschnitzt, stellt dar die Taufe Jesu im Jordan. Darüber im Oval ist dargestellt die Enthauptung Johannes des Täufers. Zu beiden Seiten des Altarbildes befinden sich die Standfiguren der Apostel Petrus und Paulus. Seitlich des oberen Bildes sieht man Prophetengestalten. Auf der Mensa befindet sich der Tabernakel.
Bauliche Situation / Sanierung

- Bauarbeiten im Inneren der Kirche
Nach Auswertung des Untersuchungsberichtes sind folgende Schritte an den Wand- u. Deckenflächen vorgesehen. Es ist davon auszugehen, dass die Dispersionsfarbe des letzten Anstrichs abgenommen und durch einen diffusionsoffenen Anstrich (Kalkanstrich) ersetzt wird. Hauptaltar und Nebenaltäre sollen, je nach Befund, eine barocke Marmorierung erhalten. Die Kanzel wäre dann im Duktus des Haupt- u. der Nebenaltäre neu zu marmorieren.
Die defekte Fußbodenheizung soll durch ein neueres Beheizungssystem ersetzt werden. Zum Einbau einer traditionellen WW-Heizung mit Wärmetauschern fehlen die Räumlichkeiten für die Unterbringung der Heiztechnik. Die Erstellung eines neuen Gebäudes, separat stehend oder als Anbau, würde das Gesamtensemble Kirche und Umfeld stören. So wurde festgeschrieben, dass als Brennstoff Flüssiggas genutzt wird. Eine Brennwert-Therme soll in der Nebensakristei installiert werden. Für die Bevorratung von Gas ist ein Erdtank auf dem Kirchengelände einzubauen.
Die Wärmeeinbringung in das Gebäude geschieht über eine Fußbodenheizung unter den Bankblocks und einer Wandtemperierung. Mit diesen Maßnahmen ist erstmals von Bedingungen auszugehen die es ermöglichen, den Kirchenraum gleichmäßig zu temperieren um bauphysikalisch gute Voraussetzungen für die Putzflächen an den Wänden und der Decke sowie den künstlerisch wertvollen Einbauteilen zu erlangen.
Der Chorraum und die Gehflächen des Langhauses sind mit Steinzeugfliesen ausgelegt; der Belag ist abgängig (lose- und abgemuschelte Platten, unpassende Ergänzungen). Ebenso wurden die Altarstufen vor Jahren gegen Werkstein-Blockstufen ausgetauscht. Es ist vorgesehen, Stufenanlage und Fliesenbelag zurückzubauen und im Chorraum wieder einen Sandstein- bzw. im Langhaus ein Steinzeugmaterial neu einzubauen. Wegen der Fußbodenheizung (zusätzlich zur Wandtemperierung) soll auch unter dem Gestühl ein Fliesenbelag hergestellt werden.
